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Schwarze Magie

In der Welt gibt es zwei Arten der Magie – weiße und schwarze. Eigentlich lässt sich schon anhand des Namens erahnen, welche Art der Magie welches Ziel verfolgt. Bei weißer Magie geht es um Magie, die versucht, einen wohltätigen Nutzen für Menschen zu erzielen. Dabei geht es vor allem um Heilungen der Kranken oder Vertreibungen böser Geister. Zu den Praktiken der weißen Magie gehören z. B. verschiedene Schutz- und Abwehrzauber, Heilzauber und Glückszauber.

Noch immer sehr beliebt sind die Praktiken der Wahrsagung, mit denen zukünftige Ereignisse vorhergesagt werden können. Früher, als die Welt noch voll von Geistern und Magie war, haben Wetterzauber insbesondere unter Landwirten eine wichtige Rolle gespielt. Oft haben Landwirte vor der Ernte für gutes Wetter gebeten, was mit der Opferung einer Gabe stark verbunden war – bekannt sich auch Regentänze und andere Rituale. 

Schwarze Magie

Als Gegenpol zu weißer Magie entwickelte sich jedoch schwarze Magie. Im Gegensatz zu weißer Magie versucht mach mit schwarzer Magie, Schaden einzurichten. Das Wort stammt aus dem lateinischen Wort “maleficium“, was für “übles Werk“ steht. In der Regel verfügt ein schwarzer Magier über geheimes Wissen und hat außerdem außergewöhnliche Kräfte, mit denen er versucht, anderen Personen Schaden zuzufügen.

Interessanterweise ist aber schwarze Magie ein weit verbreitetes Phänomen, das schon im europäischen Mittelalter sehr präsent war. Im Mittelalter war nur schwarze Magie diejenige, die unter Strafe stand und wurde mit anderen Arten von Verbrechen gleichgestellt. Schon im 6. Jahrhundert erschien das Salische Gesetz, welches für einen Mord mit Magie dieselbe Geldstrafe vorschrieb als für einen Mord durch ein Schwert.

Noch härtere Maßnahmen ergriff König Aethelstand von England im 10. Jahrhundert. In seinem Königreich wurde der Mord mit Magie mit einer Hinrichtung bestraft. Der schwarzen Magie verdächtigste Personen mussten jedoch nur ein Wergeld bezahlen und wurden erst dann freigelassen, wenn ein Familienglied für die verdächtigste Person einen Eid leistete, dass sich der Verdächtige von nun an gut verhalten wird.

Hexenverfolgungen

Schadenzauber waren ein wichtiger Bestandteil der Hexenverfolgungen. Menschen wurden davon überzeugt, dass vermeintliche Hexenmeister und Hexen einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Laut Überzeugung konnte eine Hexe schon mit ihrem Blick einen Menschen oder Tier töten oder die Natur beeinflussen.

Damalige angebliche Schadenzauber waren aber nichts anderes als Unwissen der Bevölkerung, die Unglücksfälle wie Krankheiten oder Unwetter nicht zu deuten wusste.